Wie bereits in meinem letzten Eintrag angekündigt, werde ich diesmal die Online-Präsenz anderer österreichischer Parteien analysieren.
Diese Woche: Die SPÖ
Auf der Homepage [1] der sozialdemokratischen Partei Österreichs prangt kein großes Facebook-Banner, aber durch einen Klick auf „Unser Netz“ gelangt man zu einer Linkliste von Partnerseiten und Onlineprojekten. Hier zeigt sich auch schnell, wieso eine SPÖ-Facebook-Seite nicht Teil der Hauptnavigation ist. Die SPÖ betreibt nämlich ihr eigenes soziales Netzwerk: redbook.at
Redbook.at ist – wie facebook – sehr schlicht gehalten, doch kann man sich nicht einfach anmelden, sondern man muss sich auf eine Warteliste setzen lassen. Der offensichtliche Vorteil daraus ist ein Hauch von Exklusivität, denn nicht jeder kann beitreten. Es gibt zwei Möglichkeiten zum Beitritt: Entweder man wird von bereits bestehenden Usern eingeladen, oder man trägt sich auf die Warteliste ein.
Nachteilig ist allerdings, das die Nachrichten und Updates der Partei auch nur diese exklusive Teilmenge der Österreicher erreicht und dadurch das Potenzial, durch häufige Updates neue Wähler zu gewinnen, sehr beschränkt ist.
Die Seite wirkt sehr aufgeräumt, nicht nur einfach zusammengestückelt und der erste Eindruck ist gut. Leider konnte ich keine Auskunft über die aktuelle Benutzeranzahl finden. Durch eine Google-Suche bin ich allerdings auf einen blog auf redbook.at gestoßen, der mir einen ungefähren Überblick über die Aktivitäten auf der Seite gegeben hat. Jürgen Wutzlhofer – ein „Blogger“ auf redbook.at – hat von August bis Oktober durchschnittlich ungefähr zwei Beiträge pro Woche veröffentlicht. Seltsamerweise hat in den letzten zwei Wochen keine Aktivität stattgefunden [2].
Interessant sind auch die Lieder und Videotipps auf der „Unser Netz“-Seite der Partei, auf denen sie „Sozialdemokratische Musik - Linke Lieder“ und Videos von verschiedenen Quellen verlinken. Die Videos betreffen nicht nur die Partei selbst, sondern politischen Themen weltweit.
Aber auch die SPÖ lässt Facebook natürlich nicht ganz links liegen. Jeder Artikel auf der Webseite enthält einen „Teilen“-Link, mit dem Leser die Neuigkeiten sofort auf Facebook veröffentlichen können.
Und nachdem ich das letzte Mal nicht die Partei-Seite sondern die eines Politikers analysiert habe, hier noch ein Blick auf die Homepage des Parteivorsitzenden Werner Faymann [3]. Auch hier „fehlt“ der Facebook-Banner, aber seltsamerweise ist auch keine redbook-Seite verlinkt. Die verwendeten Portale sind youtube und flickr, wobei die meisten Videos unter dem Namen rotbewegt und nicht unter wernerfaymann veröffentlicht wurden.
[1] Homepage der SPÖ
[2] Blog von Jürgen Wutzlhofer
[3] Homepage von Werner Faymann
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